Ausgangssituation & Herausforderung
Die Akzeptanz und Effizienz von Team-Robotics hängen maßgeblich davon ab, wie gut die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine gestaltet ist. Im Handwerk (Großeinbau) belastete die statische Haltearbeit bei schweren Glaselementen die Beschäftigten mit chronischem Rückenschmerzrisiko. In der Gastronomie (500 Plätze) führten lange Laufwege des Servicepersonals zu hoher Ermüdung und eingeschränkter Zeit für Gästeinteraktion. In beiden Szenarien fehlten validierte Konzepte für Vertrauen, Lesbarkeit und sichere Mensch-Roboter-Kooperation.
Unser Vorgehen
Vertiefte Analyse der Human Factors in zwei Anwendungsszenarien entlang dreier Dimensionen: (1) Ergonomie & physische Entlastung – der Roboter als intelligente Lastenhilfe bzw. Exoskelett-Ersatz; (2) Psychologische Faktoren & Design – Einsatz nonverbaler Signale (Lichtsignale, digitale Augen) sowie Lead-Through-Programmierung für haptisches Vertrauen; (3) Sicherheitsarchitektur nach ISO/TS 15066 – Kraftbegrenzung mit Millisekunden-Stoppreaktion, dynamische Warn- und Stoppzonen sowie Komfortzone von ca. 1,5 m in der Kantine. Ergänzt durch eine strategische ROI-Argumentation zur Fachkräftesicherung.
Ergebnis
Im Handwerk übernimmt der Cobot die statische Haltearbeit vollständig, wodurch der Handwerker ausschließlich die Feinjustierung verantwortet und chronische Rückenbeschwerden verhindert werden. In der Gastronomie reduziert der autonome Transportroboter den täglichen Laufweg des Personals um bis zu 40 %, senkt Ermüdung und schafft Zeit für Gästeinteraktion. Die implementierte Sicherheitsarchitektur (ISO/TS 15066) gewährleistet konformes Zusammenarbeiten. Strategisch stärkt der Einsatz die Fachkräftesicherung, zieht junge Auszubildende an und reduziert schichtbedingte Fehlerquoten.